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Schloss Rauschendorf

16775 Rauschendorf  (Oberhavel)

Baujahr:  1723

Geschichte

Um 1540 ist in Rauschendorf ein Lehnschulzenhof belegt, der im Besitz der Familie Goldstein war. Diesen Hof erwarb 1552 die Familie von der Groeben. 1581 erhielt die Familie weitere Ländereien in Rauschendorf und Umgebung im Tauschwege. In der Folge wurde Rauschendorf 1687 Rittersitz. Zu diesem Zeitpunkt waren das Dorf und die Höfe weitgehend durch die Wirren des Dreißigjähringen Krieges zerstört, erst um 1700 war es zusammen mit den Mühlen wiederaufgebaut.


1723 heiratete Graf Herrmann von Wartensleben, Bruder des Generals Alexander von Wartensleben, Dorothea von der Groeben und kam dadurch in den Besitz der Rittergüter Schönermark, Baumgarten, Meseberg und Rauschendorf. Etwa in diese Zeit fällt der Bau des Schlosses Rauschendorf. Es handelte sich dabei um einen einstöckigen, elfachsigen Putzbau mit Mezzaningeschoß und schlichter Fassadengestaltung.


Um 1737 begann Graf Wartensleben mit dem Bau des Schlosses in Meseberg, in dessen Schatten das Schloss in Rauschendorf fortan stehen sollte. Das Schloß in Rauschendorf mit dem dazugehörenden Gut verkauften die Töchter des Hermann von Wartensleben 1774 an den Prinzen Heinrich in Rheinsberg, der es mit zusammen mit einem Güterkomplex seinem Günstling Major von Kaphengst zum Geschenk machte. Infolge einer immer größer werdenden Schuldenlast musste von Kaphengst zwei Jahre vor seinem Tod 1798 das Rauschendorfer Gut an den Grafen Blumenthal verkaufen.


Nur fünf Jahre später wechselten Gut und Schloss Rauschendorf erneut den Besitzer, von Blumenthal verkaufte es an J.F.C. von Rieck. Rieck, der später zum Baron erhoben wurde, lebte bis ca. 1850 im Schloß und benutzte es als Ruhesitz. 1832 ließ von Rieck das Inspektorenhaus errichten. Um 1850 verkaufte von Rieck Gut und Schloß an den Brauereibesitzer C.F. Kluge, der es wohl nur wenige Jahre später an einen Herrn Bolle, ebenfalls Eigentümer einer Brauerei, weiterveräußerte.


Dieser ließ das einstöckige Haus ca. 1870 von La Pierrre durch einen weitgehenden Ausbau des Daches aufstocken, Fassade und Dachgiebel erhielten dekorative Schmuckelemente im Neoerenaissance-Stil und auf der Gartenseite entstand über der Terasse ein großer Wintergarten zur Unterbringung von exotischen Pflanzen. Die Abbildung im Gesamtwerk von Duncker zeigt das Schloß 1881nach diesem Umbau.


1909 erwarb Ernst von Beyme Gut und Schloss. Nach einem Großbrand im Schloß am 30. Januar 1922 wurde auf den Grundmauern des alten Schlosses der heute noch existierende Bau nach Planung des Architekten Paulus aus Berlin errichtet.


Der Neubau des Schlosses orientierte sich streng an den landestypischen, barocken Herrenhausbauten: Es fanden keine modische Strömungen wie der ausgehende Jugendstil Eingang in die Gestaltung, Bezüge zur zeitgenössischen Villenarchitektur des Bürgertums wurden ebenso vermieden. Eine Besonderheit des Neubaus stellen die mit Kreuzgewölben versehenen Flure dar. Die Gestaltung der Innenräume war ausgeprochen zurückhaltend: Im Erdgeschoß wurden unterschiedliche Eichenparkette verlegt, die Putzrahmungen der Decken sind ebenfalls unterschiedlich und schlicht.



Offene Türen am 9. September

Am Tag des offenen Denkmals öffnen die neuen Eigentümer Georgia Heinzle und Martin Sauer die Türen des Schlosses in Rauschendorf von 12.00 bis 17.00 Uhr für alle Interessierten. Besonders freuen sich die neuen Schlossherren über einen Besuch der Einwohner Rauschendorfs zum gegenseitigen Kennenlernen.


Im Herrenzimmer wird bei dieser Gelegenheit eine zunächst provisorische Ausstellung zu der mittlerweile über 280 Jahre alten Geschichte des Herrenhauses präsentiert, die durch die freundliche Unterstützung des Amtes Gransee, dem Stadtarchiv und der Familie von Beyme möglich wurde. Die Ausstellung wird in erweiterter Form später ein eigenes Zimmer im Schloss beziehen – dafür suchen die Besitzer noch weitere Fotos, Unterlagen und ehemaliges Mobiliar.


Weitere Informationen zum Herrenhaus, der geplanten Nutzung und der beginnenden Restaurierung gibt es demnächst auch im Internet: www.schloss-rauschendorf.de

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